Arzbach

Arzbach

Arzbach ist ein malerisches Bauerndorf auf halbem Weg zwischen Lenggries und Bad Tölz, geprägt von jahrhundertealten Höfen mit großen Gärten und Obstwiesen. Der Ort, der immer unter der Herrschaft der Herren von Tölz oder Hohenburg stand, diente vor allem als Heimat für Flößer, Holzer und Kalkbrenner.

Er setzt sich aus zwei früher getrennten Siedlungen zusammen, die zusammengewachsen sind: einer älteren bäuerlichen Niederlassung auf der Hochterrasse und einer Flößersiedlung, die vom ausgehenden Mittelalter am Kiesbett der Isar (Gries) entstand.

Foto: Archiv Angermeier

Die Floßlände von Floßmeister Michael Angermeier aus Arzbach befindet sich an der Isar bei Wolfratshausen, nahe der Marienbrücke, weil die Isar bei Arzbach wegen Wassermangels heute nicht mehr schiffbar ist. Sein Flößereibetrieb hat eine lange Familientradition. Seit nunmehr vier Generationen betreiben die Söhne der Familie dieses Handwerk. Michael Angermeiers Urgroßvater Sebastian, der 1850 in Schlegeldorf geboren wurde, war hier Floßmeister. Sohn Sebastian wurde dort 1891 geboren, er zog aber dann nach Arzbach, um neben der Flößerei die wichtige Fähre von Obergriesbach nach Arzbach zu betreiben (bis 1980). „Durch seine Tätigkeiten war er bekannt im ganzen Isarwinkel“, erzählte einmal Michael Angermeier. Der Großvater baute in Arzbach ein Haus und bekam 1930 einen Sohn Sebastian, der wiederum 1950 Vater der Zwillinge Sebastian und dem heutigen Floßmeister Michael Angermeier wurde. Seit seinem 14. Lebensjahr betreibt Michael Angermeier nun die Flößerei. Seine Söhne Michael und Stefan sind auch schon fleißig mit dabei.

Mehr über Arzbach in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.