Baierbrunn

Baierbrunn war früher klein, aber nicht unbedeutend: Im 11. / 12. Jahrhundert war hier der Sitz einer wohlhabenden Adelsfamilie, die in einer Festung auf der Konradshöhe lebte und Vögte des Kloster Schäftlarns waren. Die Burg, errichtet auf einem Bergsporn am Isarhochufer, ist im Jahr 1238 nachweisbar. Die Konradshöhe trägt noch heute den Namen eines der Adeligen: Konrad IV. von Baierbrunn, ein Feldhauptmann Kaiser Ludwigs des Bayern bei der Schlacht von Mühldorf.
Der imposante Felsbrocken Georgenstein bei Baierbrunn ragt fünf Meter hoch aus dem Wasser. Er besteht aus Nagelfluh und ist vor langer Zeit vom Isarhang abgerissen und ins Flussbett gestürzt. Die Stromschnellen auf der Höhe des Georgensteins machten früher (und auch heute noch) den Flößern sehr zu schaffen. So heißt es im „Topogeographisch-statistischen Lexicon vom Königreiche Bayern“ von 1831:„… bei dem Michaelsstein, Georgstein und Grünwald sind für die Floßfahrt gefährliche Stellen; oft stürzt hier der Fluß mit Gewalt auf die Felsen an, so dass die Flöße scheitern.“

*Bild: Floßmeister Sepp Seitner vor dem gefährlichen Georgenstein

Mehr über Baierbrunn in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.