Gaißach

  • St. Michaelskirche
  • Der Gaissacher Steinbach wurde früher für die Trift aufgestaut.

Das ursprüngliche Dorf um die St. Michaelskirche thront auf einer Anhöhe über allen anderen Orts- und Gemeindeteilen. Im Laufe des 8. Jahrhunderts wurde das Gebiet systematisch gerodet und besiedelt, zunächst vor allem von Handwerkern und Bauern, später auch von Flößern.

Der Ort ist bekannt für seine Traditionsliebe; zu den Höhepunkten im Jahr gehört etwa das Schnablerrennen zur Faschingszeit.

Im Gaißacher „Gries“ entstanden wie in Lenggries oder Tölz Siedlungen mit beschränktem Nutzungsrecht am Talboden der Isar. Die Griesler bestritten ihren Lebensunterhalt durch Tagewerk bei den großen Bauern oben auf der Terrasse, den Leiten. Oder sie waren Handwerker, arbeiteten im Holz, kohlten im Wald oder brannten Kalk. Nicht zuletzt stellten sie die Floßmannschaften.

Mehr über Gaißach in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.