Großhesselohe

Wehr bei der Großhesseloher Brücke; links: Floßgasse.

Großhesselohe ist eines der ältesten Ausflugsziele der Münchner. Schriftlich taucht der Ort erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 776 auf: Der Bayernherzog Tassilo III. schenkte hier sein Landgut „Hesinlohe“, „bebaut und unbebaut“, dem 14 Jahre zuvor gegründeten Benediktinerkloster Schäftlarn.

Im Ort entstand bald ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Viehzucht und Holzwirtschaft. Für die Bediensteten des Hofs entstand eine kleine Kapelle, 1698 neu errichtet, die sich heute hinter der Waldwirtschaft befindet. Bereits im 15. Jahrhundert durfte hier Bier gebraut und ausgeschenkt werden - willige Abnehmer waren sicher auch heimkehrende Flößer. Die Brauerei hat ihren Betrieb im Jahr 1910 eingestellt. Der landwirtschaftlichen Grund des Gutes Großhesselohe wurde ab 1875 in Bauland umgewandelt und verkauft.

Mehr über Großhesselohe in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.