Grünwald

Kein Dornröschenschloss, auch wenn es auf dem Bild so aussieht: in der Burg befindet sich ein archäologisches Museum.

Wahrzeichen Grünwalds ist die noch vollständig erhaltene Burg, die auf dem Isarhochufer thront. Militärische Bedeutung hatte die Burg aber nicht: Sie diente nur „zur Jagd und anderer Kurzweil“ – und darunter sind wohl vor allem Liebschaften zu verstehen. Schriftlich taucht die Siedlung erstmals im Jahr 1048 auf; hier war auch ab 1497 die erste Hauptzollstätte auf bayerischem Boden, das galt natürlich auch für die Flöße, die aus dem Werdenfelser, weil zu dem erzbischöflichen Freising gehörenden Ausland kamen.

  • An der Grünwalder Brücke halten die Flöße für eine Rast; im Hintergrund die Grünwalder Burg.
  • Der hl. Nepomuk passt auch an der Grünwalder Brücke auf.

Ein Erlass aus dem Jahr 1694 von Kurfürst Max II. Emanuel besagt: „Die Flößer müssen bei Grünwald anlanden und dem Zöllner die zollbaren Sachen anmelden und abmautten bei Gefahr der Aufhebung ihrer Gerechtigkeit Konfiskation ihrer geladenen Güter. Zu diesem Zweck soll ein eigener Wächter aufgestellt werden“. Das ehemalige Zollhaus auf der Westseite der Brücke zeugt heute noch davon wie auch das Flößerdenkmal am „Flößersteig“ am Isarhang sowie die Flößerstube im Gasthof Alte Post.

Mehr über Grünwald in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.