Königsdorf

Blick auf Königsdorf mit "Königsdorfer Filz" im Vordergrund.

Königsdorf ist älter als die nahegelegenen und größeren Orte Bad Tölz und Wolfratshausen. Besiedelt wurde die Gegend sicher bereits in der Mitte des 7. Jahrhunderts. Erstmals urkundlich erwähnt wird Königsdorf aber erst im Jahr 778 als „Chumiztorf in der Wendenau“.

Hier wurde früher Tuffstein abgebaut, Abtransport sicher auch mit Flößen. Denn unten an der Isar muss eine Floßlände gewesen sein, die Flurbezeichnung „Anschlag“ weist darauf hin. Auch am Einödhof, der bis 1950 zu Osterhofen gehörte, befanden sich ein Kalkofen und eine Floßlände.

Und bei der Unteren Rothmühle, beim heutigen Anwesen der Familie Schubert, war bis 1907 ein umfangreiches Gewerbegebiet. Ein Bauernhof, eine Mühle und ein Sägewerk, ein Ölstampfwerk, ein Lohstampf, ein Walkwerk, ein Kalkofen, eine Köhlerei, eine Flößerei und eine Fähre über die Isar gehörten hierher. Die Bretter, den Kalk und die Holzkohle transportierten die Flößer auf ihren Flößen nach München.

Heimkehrende Flößer haben früher im Gasthof „Post“ (heute Hotel/Gasthof Hofherr „Zur Post“) gerne Station gemacht. Das damalige Tavern-Gasthaus war seit alters her als Einkehr von den Tölzer Flößern geschätzt, wenn sie nach der Floßfahrt zu Fuß zurück nach Hause marschierten.

Königsdorf war eine bedeutende Pfarrei; die Pfarrkirche wird zwar erst im Jahr 1266 erstmals erwähnt, dennoch gilt sie als Mutterpfarrkirche für den gesamten Isarwinkel.

Mehr über Königsdorf in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.