Pullach

Historische Ansicht aus "Das Isarthal" (1910).

Die längste Zeit war Pullach ein kleines Bauerndorf. Die Flößer sahen aber nicht auf den idyllischen kleinen Ort oben am Hochufer, sondern sie mussten auf die gefährlichen Hindernisse in der engen Fahrrinne der Isar achten: Unterhalb Pullachs ragten nacheinander sechs Felsen aus dem Wasser oder dem Steilufer. Drei davon wurden 1735 und 1792 gesprengt.

Ab 1854 fuhr die Bayerische Maximiliansbahn von München nach Großhesselohe, ab 1891 zusätzlich die Isartalbahn. Auch Künstler fanden ihren Weg nach Pullach, die Rede war bald von einer Künstlerkolonie, an die noch heute repräsentative Villen erinnern. Darunter ist die klassizistische Burg Schwaneck.

1901 entstand das Wasserkraftwerk der Isarwerke GmbH in Pullach. Zusammen mit dem Höllriegelskreuther legte es den Grundstein für die Industrialisierung Pullachs. Auf der etwa 100 Meter langen Floßrutsche am Kraftwerk erreichen die Ausflugsflöße etwa 28 km/h.

Mehr über Pullach in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.