Scharnitz

Scharnitz ist nicht nur ein wichtiger Grenzort zwischen Österreich und Bayern, er hat auch viele reizvolle Plätze. Die Geschichte von Scharnitz reicht weit zurück: Bereits vor etwa 3000 Jahren siedelten hier Menschen. Um Christi Geburt legten die Römer mit der Via Raetia eine Handelsroute durch das Tal. Vorläufer der heutigen Siedlung entstanden vermutlich im 15. Jahrhundert. Die Scharnitzer transportierten bis ins 20. Jahrhundert größere Mengen Holz über die Holztrift (Trift ist die ungebundene "offene" Flößerei) ins Tal.Isar bei Scharnitz.

Foto: Peter Strohbach

Die Trift war überall über Jahrhunderte die günstigste Transportmethode, um Holz aus unwegsamen Waldgebieten zu gewinnen. Dabei nutzten die Menschen die Energie des Wassers. Für die Trifter war es eine mühselige und lebensgefährliche Arbeit. Die Trifter arbeiteten dort, wo es kritisch war, mit Haken, Griesstangen und Sapie.

Die Trift wurde im Karwendel bereits im 16. Jahrhundert auf der Isar und im Gleirschtal ausgeübt. Von der Gleirschklamm, südöstlich von Scharnitz gelegen, wurde hinunter bis zur Isar getriftet. Ein besonders gefürchtetes Hindernis stellte allerdings die bis zu vier Meter breite Karwendelklamm dar.

Mehr über Scharnitz in unserem Buch „Entlang der Isar. Von Scharnitz bis München-Thalkirchen - Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.