Eschenlohe

Vor allem der Holzreichtum der umliegenden Wälder brachte Reichtum in den Ort. Die Eschenloher Lände und der Ganterplatz waren an der Flussmeisterstelle und am Loisachdamm hinter dem Haus in der heutigen Loisachstraße 2.

Die Grafen von Eschenlohe beherrschten das Land unter der Zugspitze. Ihre Burg befand sich auf dem Hügel „Vestbühl“ am südlichen Ortsende von Eschenlohe. Sie ist heute eine sehenswerte Ruine.

Graf Berthold III. (* 1260; † 1294), verkaufte 1294 seinen Besitz mangels männlicher Nachkommen. Aus seinem Nachlass erwarben die Bischöfe von Freising die Grafschaft Werdenfels. Landesherr der Freien Grafschaft Werdenfelswar nunmehr der jeweilige Fürstbischof im Hochstift Freising. Dort, wo sich einst die Burg erhob, wurde die Kapelle St. Nikolaus erbaut, von der man einen herrlichen Blick über das ganze Loisachtal hat.


Gedicht zur Burg aus Zimmermanns
Oberbayerischem Wanderbuch

Spurlos ging die Burg verschwunden,
Kein Gemäuer weit und breit,
Nichts was weiter könnt´ bekunden
Alter Ritter Herrlichkeit.
Die Zeit des Faustrechts hat zerstöret,
Was einst bestand viel hundert Jahr,
Was mächt´gen Grafen hat gehöret,
Was Schmuck des Loisachtales war.
Nun blicket traut ins Tal hernieder
Das Kirchlein von St. Nikolaus.
Und Moos und Farn und bunter Flieder
Bedeckt den Rest vom Grafenhaus.