Murnau/Hechendorf

Die Bürger lebten von Fernlast- und Personenverkehr, vom lokalen Handel und in geringem Umfang von der Landwirtschaft. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht, weil er Patron der Fuhrleute, Flößer, Bierbrauer, Apotheker und Wachszieher verehrt wird, alles Berufe, die damals in Murnau üblich waren. Die meisten Flößer wohnten im heutigen Murnauer Ortsteil Hechendorf.

Der älteste Hinweis der Flößerei auf der Loisach stammt aus dem Jahr 1439; damals wurden 16 Zentner Erz aus dem Ammergau entweder bei Oberau oder bei Murnau auf dem Wasserweg nach München transportiert. Von der Lindach und der Ramsach wurde das Holz hierher getriftet.

Die Hechendorfer flößten meist ab Oberau, wo sich ein großer Holzlagerplatz für Holz aus Linderhof und Ettal befand. Weiter ging’s über Schönmühl bis Wolfratshausen. Dort endete ihre Arbeit, denn sie mussten die Flöße an die Wolfratshauser Flößer übergeben.

Mehr über Murnau und Hechendorf in unserem Buch „Entlang der Loisach. Von Biberwier bis Wolfratshausen: Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.