Partnachklamm

Seit mindestens 1600 kennt man in der Region das Triften. Die Arbeit war lebensgefährlich: Nur durch Abseilen in die allein von oben zugängliche Partnachklamm konnten die riesigen Holzmengen getriftet werden.

Die Trift war über Jahrhunderte die günstigste Transportmethode, um Holz aus unwegsamen Waldgebieten zu gewinnen. Während der Trift waren Loisach und Isar für den Floßbetrieb gesperrt.

Gefährliche Arbeit in der Klamm

Für die Holzknechte war es eine mühselige und lebensgefährliche Arbeit. Der Triftmeister und die Knechte errichteten an einer Engstelle zwischen zwei Felswänden eine Klause, um das Wasser oberhalb zu stauen. Wenn die Klause mit Holz und Wasser gefüllt war, schlug der Triftmeister die Klause auf und mit einem gewaltigen Schwall ergoss sich das Wasser samt tausenden Holzscheiten donnernd ins Tal. Mit Haken und Sapie achteten die Arbeiter darauf, dass sich das Holz nicht verklauste. Die Leute standen oft bei Hochwasser und Schneetreiben bis zum Bauch im Wasser. Viele kamen bei dieser Arbeit ums Leben, sind ertrunken oder wurden von den Stämmen erschlagen.

Mehr über die Partnachklamm in unserem Buch „Entlang der Loisach. Von Biberwier bis Wolfratshausen: Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.