Penzberg

Durch Kohlebergbau, den es seit mindestens 1557 gibt, wurde Penzberg zum wichtigsten Ort der Region. Doch die hohen Transportkosten zu den Absatzmärkten durch die Flößerei wurden zum Problem. Aber die Münchner Angerkloster-Nonnen, die hier zehn Fischweiher und fünf Güter besaßen, ließen den Ertrag auf Flößen über die Loisach ins Kloster bringen.

Mini-Zunft-Floß im Gasthaus Schönmühl

Im ausgehenden 18. Jahrhundert schrieb der bayerische Berg- und Münzrat Mathias Flurl über Pechkohlenvorkommen in Penzberg: „Die vier Flöze gehörten zu den besten, die er bislang angetroffen habe. Sie liegen nur eine kleine halbe Stunde von der floßbaren Loysach entfernt, wie leicht…könnten sie zur Aushilfe des Brennmaterials nach München gebracht werden.“ Um 1800 gab es dann Kohleflöße auf der Loisach, es soll auch Penzberger Kohle bis Wien transportiert worden sein.

Der Historiker Karl Luberger schreibt: „Eichthal (seinerzeit Besitzer der Grube) hatte allen Grund zur Freude (Anschluss Penzbergs an das Bahnnetz, 1865) und zum Feiern. Mit der Eröffnung der Bahnlinie war er allen Sorgen um den Abtransport der geförderten Kohle enthoben. Bisher mußte man die Kohle in Säcken mit dem Fuhrwerk nach Seeshaupt bringen, dort auf ein Floß oder Schiff und in Starnberg wieder auf die Eisenbahn umladen.“

Mehr über Penzberg in unserem Buch „Entlang der Loisach. Von Biberwier bis Wolfratshausen: Ausflüge auf den Spuren der Flößer“.

  • Das Rathaus von Penzberg
  • Im Ortsteil Schönmühl kehrten die Flößer gern ein

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