Auszeichnung für Floß in Mittenwald vergeben

26. September 2012

Alle guten Dinge sind – diesmal – zwei, denn wir haben zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Auszeichnung vergeben können (siehe Krün 1.3.2012). Diesmal ging sie nur einige Kilometer weiter südlich: nach Mittenwald. Denn dort ließen Carolin Gallmetzer, Christel Veit, Wirtin vom Gasthof Stern, und Architekt Peter Angele am Fritz-Prölß-Platz ein Floß errichten.

Im historischen Ortskern von Mittenwald war mit der Einweihung „Ortsteilgestaltung Bahnhofstraße/Fritz Prölß-Platz” Mitte Juni 2012 ein weiteres Projekt der Ortskernsanierung seiner Bestimmung eingeweiht worden. Das Ensemble ist mit viel Liebe zum Detail umgestaltet worden. Der Bachlauf  des Lainbachs wurde an diesem Platz ortstypisch ausgestaltet. Und er bekam nicht nur eine natürlichere, ländlich wirkende Ausformung, sondern die Anlieger des Platzes,  hatten sich zu einem gemeinsamen Projekt „Floß” zusammengefunden.

Ideengeber war Architekt Angele, der sich an seinen Schulunterricht erinnerte, in dem sein Lehrer einstmals für Mittenwald so wichtigen Wirtschaftszweig Flößerei erzählte. Er entwarf daraufhin ein Floß, das sich an diesem Platz in dem verbreiterten Flusslauf präsentieren sollte.

Und natürlich war das Floß-Projekt für uns der Anlass für diese weitere Auszeichnung. Zusammen mit Vize Hermann Paetzmann gratulierte Vorsitzende Gabriele Rüth Ende September zum Floß-Projekt. „Hochachtung! Sie haben nach dem Vorbild der traditionellen Isarflöße ein verkleinertes Floß fertigen lassen, das symbolisch am Ufer des neu gestalteten Marktbachs anlegt“, sagte sie in ihrer Laudatio, „und vor allem: Sie haben es zusammen in Eigenleistung erbracht.“

Anerkennung gebührt aber auch der anwesenden Gästeführerin Regina Ronge, so Gabriele Rüth, da sie in der Mittenwalder Flößergeschichte geforscht und später die Texte für die dort aufgestellten drei Info-Tafeln verfasst hatte. Sie erwähnte auch die Bau- und Kunstzimmerei Thomas Witting, die das Floß baute sowie Marktarchitekt Ralf Bues, der dafür gesorgt hatte, „dass die Umsetzung auch von städtischer Seite her klappte“.

Bei der Einweihung  des Platzes hatte sich auch der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand (CSU), erfreut über die Verschönerung des Ensembles geäußert, wusste Rüth zu berichten, da sie damals auch dabei gewesen war. „Und Bürgermeister Adolf Hornsteiner  hatte damals erklärt: ‚Und das Floß ist das i-Tüpfelchen‘. Dem kann ich nur zustimmen, sagte Rüth.”

Neben Urkunden erhielten die Geehrten je ein Album mit Fotos, die Rüth bei der Einweihung gemacht hatte. Ferner  machte sie den Vorschlag, das Floß mit „Beladung“, zum Beispiel  mit Fässern, auszustatten, hieran würde sich der Verein gerne finanziell beteiligen. (Foto: Kunz)

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