6. August 2011

Isarfest in München

 

Zum Abschluss der Renaturierung der Isar im Münchner Stadtgebiet feierte München am ersten Augustsamstag bei herrlichem Sommerwetter ein großes Isarfest. Es war ein großes Straßen- und Brückenfest, das auch die Wiesen und Auen an der Isar einschloss. Seit 2000 wurde die Isar im Bereich zwischen Großhesseloher Brücke und Deutschem Museum völlig neu gestaltet. Die Renaturierung der Isar verfolgte jedoch neben der natürlichen Erscheinung mehrere Ziele, insbesondere auch den Hochwasserschutz, der durch höhere Hochwasserdämme verbessert werden sollte.

 

Eingeladen zur Teilnahme war auch unser Verein. Wir nahmen gerne dieses Angebot an, denn die Flößerei wird auf der Wasserstraße Isar ja seit Jahrhunderten gewerblich betrieben. Unser Stand auf der Frühlingswiese war stets dicht umlagert von den vielen Interessenten, die sich über die Pläne und Ziele des Vereins informieren wollten. Unsere Vorsitzende Gabriele Rüth und Vize Hermann Paetzmann gaben Auskunft über dessen Ziele und boten ihre Waren an.

 

Besonders gerne mitgenommen von den Standbesuchern wurden die vielen kostenlosen Ortsprospekte der Orte an Isar und Loisach, die einmal mit der Flößerei zu tun hatten – und da natürlich speziell die der Internationalen Flößerstadt Wolfratshausen. Denn von Wolfratshausen aus starten ja die drei noch aktiven Flößereibetriebe, die Wolfratshauser Floßmeister Franz Seitner und Josef Seitner, sowie der Arzbacher Floßmeister Michael Angermeier ihre beliebten Vergnügungsfloßfahrten nach München.

 

Auch der Bausatz des Isar-Floßes, das wir exklusiv von einem Modellbauer herstellen lassen, fand sehr guten Absatz, wie auch unsere Karten mit Flößermotiven oder unsere Broschüren „Wolfratshauer Flößer Chronik“, „Die Flößerei, ein aussterbendes Gewerbe“ und ganz neu ihr Heft „München und die Flößerei an der Isar“.

 

Trotz der erfolgreichen Präsentation in München gab’s allerdings einen kleinen Wermutstropfen: Eine allzu neugierige Besucherin hat ein Ruder unseres zirka 1,20 Meter großen Modellfloßes, das wir auch dabei hatten, zerbrochen. Nun müssen wir Hans Holzer, der uns das Floß gebaut hat, herzlich bitten, uns ein neues zu schnitzen.

 

 

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