Kulturtalent "Flößerin"

August 2016

Kulturtalent Flößerin

Tausende Kulturtalente in ganz Deutschland erhalten kulturelle Traditionen und gestalten das Immaterielle Kulturerbe. Die Deutsche UNESCO-Kommission stellt seit Juli 2016 über zwölf Monate hinweg zwölf Kulturtalente beispielhaft vor und zeigt, wie sie das Immaterielle Kulturerbe kreativ weiterentwickeln. Als Kulturtalent im Monat August 2016 wurde auch die Wolfratshauserin Ingrid Schnaller ausgewählt. Die Flößerei, seit 2014 immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission, war im August Motto auf der Homepage. 

Die Vorsitzende des örtlichen Werbekreises war Teilnehmerin einer historischen Floßfahrt im August 2016, die für den Flößerfilm „Fahrn ma obi am Wasser“ von Walter Steffen veranstaltet wurde (Premiere in Wolfratshausen 2017). Ingrids Mann Fritz Schnaller, Vizebürgermeister von Wolfratshausen, hatte eigentlich nur einen Schnappschuss mit dem Handy gemacht, als sie einmal ziemlich professionell in ihrer Haltung das Ruder ergriff und als „Förgin“ das Floß steuern durfte. Als das Foto unsere Vorsitzende Gabriele Rüth erhielt, hat sie es gleich an die Deutsche Flößereivereinigung geschickt, die die Verbindung zur UNESCO-Kommission des immateriellen Kulturerbes ist. So gelangte das gelungene Motiv in die Berliner UNESCO-Zentrale, wurde sogleich als Kulturtalent mit aufgenommen und als Plakat gestaltet. Auf der UNESCO-Homepage wird stellvertretend für alle Flößer der Uhlstädter Michel Grünert interviewt (https://www.unesco.de/kultur/2016/interview-michel-gruenert.html).

Die Deutsche UNESCO-Kommission auf ihrer Homepage zur Aufnahme der Flößerei als immaterielles Kulturerbe:

„Seit dem Mittelalter bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Transport von Holz auf Flößen in Deutschland gewerblich ausgeführt. In der Vergangenheit hat die Flößerei in Deutschland und vielen weiteren Ländern angesichts des großen Holzbedarfs in allen Lebensbereichen der Gesellschaft eine herausragende Rolle gespielt. Nur durch das Flößerhandwerk konnte dieser Bedarf gedeckt werden. Die Flößerei wurde auf kleinen Bächen ebenso wie auf den großen Flüssen betrieben. Familien vermittelten die Techniken über viele Generationen weiter. Seit dem Ende der gewerblichen Flößerei Anfang der 1980er Jahre gibt es heute noch die touristische Flößerei. 2014 wurde das Handwerk und Naturwissen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.“  

 

 

 

 

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