Münchner Stadtgründungsfest

18./19. Juni 2011

Ein großer Erfolg war unsere Teilnahme beim zweitägigen Münchner Stadtgründungsfest. Wir hatten das erste Mal vom Tourismusamt München die Möglichkeit erhalten, uns mit einem eigenen Stand einem breiten Publikum zu präsentieren. Nur Petrus meinte es wettermäßig mit der gesamten Veranstaltung nicht besonders gut: er ließ es immer wieder regnen und schickte sogar Hagelschauer und stürmischen Wind.

Trotzdem war unser Pavillon fast ständig dicht umlagert mit vielen großen und kleinen Besuchern. Wir verteilten viel kostenloses Prospektmaterial über die Orte, die – bis jetzt – an der Flößerstraße liegen: sie reicht von Mittenwald und Garmisch bis München. Käuflich zu erwerben waren unter anderem professionelle Menta-Modellbausätze eines Isarfloßes, spannende DVD-Flößerspiele („Jojos verrückte Floßfahrt“), die Wolfratshauser Flößer-Chronik und das Heft „Die Isarflößerei – ein aussterbendes Gewerbe“ sowie die DVD „Der Flößer“ des bekannten Ickinger Filmemachers Rüdiger Lorenz, der viele Handwerkerfilme für den Bayerischen Rundfunk gedreht hat. Gern wurde auch am Glücksrad gedreht, bei dem attraktive Kleinpreise gewonnen werden konnten, die uns Wolfratshauser Firmen zur Verfügung gestellt hatten.

Zu gewinnen war auch eine Floßfahrt der Wolfratshauser Firma Isar-Floß-Event. Dafür hatten die Teilnehmer die richtige Länge des ausgestellten Floßmodells schätzen müssen. Weil vier Personen dem exakten Maß am nächsten gekommen waren, wurde der Gewinner ausgelost: Es ist Karl Josef, Auf der Eierwiese 3 a, 82031 Grünwald, der nun durch unsere Vorsitzende Gabriele Rüth umgehend benachrichtigt wird.

Gerne lauschten die Besucher auch den Erzählungen und Anekdoten über die Flößerei und die Flößerstraße.  Auch wir selbst konnten unser Wissen erweitern. Zum einen, weil die bekannte „Flößer-Fachfrau“ und Münchner Gästeführerin Helga Lauterbach von unserem Stand aus Flößerführungen durchführte, an denen auch wir teilnahmen. Zum anderen kamen auch Kenner des Handwerks an den Stand, die von ihren Erlebnissen erzählten. So auch eine jetzt 82-jährige ehemalige Lenggrieserin, die als junge Frau beruflich selbst auch noch Floß gefahren ist. Sie war in den 40er Jahren noch in der Gegend des alten Ortes Fall tätig, der dann 1954 für den Bau des Sylvenstein-Stausees abgerissen und geflutet worden war. Lebendig, aber auch ehrlich erzählte sie von dieser aufregenden Zeit.

Und wer hätte gedacht, dass das Wolfratshauser Flößerdenkmal einmal nach München kommt? Wir machten es möglich, dank einer Nachbildung der mannshohen Figur. Weil auf Rollen, machte sie sich aber gelegentlich durch eine Windböe einfach selbstständig und trieb – sehr zum Gaudium der Leute – durch die Weinstraße, wo sich unser Stand befand. Da blieb nur eins übrig: Der freche „Flößer“ musste mit einem starken Seil am Pavillon angebunden werden. Das hätte man mal mit einem echten Flößer versuchen sollen… Besser nicht!

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