Rauhnacht-Dinner

27. Dezember 2014

Rauhnacht-Dinner Lesung

Schaurig-schönes Rauhnacht-Dinner

Unser Verein wandelte auf „fremden Pfaden“: Weil sich unsere Schriftführerin Sabrina Schwenger sehr für die Rauhnacht-Bräuche interessiert, wurde kurzerhand beschlossen, ihr Wissen auch interessierten Bürgern in Form einer Lesung weiterzugeben. Neben Sabrina, die den Vortrag zusammengestellt hatte, trugen unsere Vorsitzende Gabriele Rüth und der Profi-Schauspieler und Buchautor Andreas M. Bräu Geschichten und Geschichtliches zum Thema vor. Ganz ohne Flößerei ging es allerdings auch hier nicht.

Denn nicht nur, dass wir fabulierten, dass an den Winterabenden, als draußen in der klirrenden Kälte überall die Arbeit ruhte, sich sicher auch die Flößer in den warmen Stuben Geschichten über böse Geister und Dämonen erzählten (und vielleicht auch hölzerne Perchten-Masken schnitzten). Auch in Andreas Bräus spannender Geschichte „Der Batzi von der Partnachklamm“, die er zusammen mit uns aus seinem Buch „Kulinarische Geschichten aus dem Werdenfelser Land“ vorlas, ging es um Flößerei oder in dem Fall genauer um die „Trift“ (Transport von ungebündeltem Rohholz auf dem Wasser): In einer Gastwirtschaft für Triftarbeiter geschehen gruselige Dinge. Dort spuken nämlich die Geister der toten Triftleute, weil sie sich dafür rächen wollen, dass sie in ihrer gefährlichen Arbeit einen grausamen Tod hatten erleiden müssen; aber auch der Teufel höchstpersönlich ist neben den Klammgeistern in der Partnachklamm unterwegs. Natürlich erzählten wir noch viele andere Geschichten. An dieser Stelle sei nur die Flößerei erwähnt. 

Unsere Veranstaltung im Wirtshaus Flößerei war restlos ausverkauft. Dazu trug sicher auch das köstliche Drei-Gänge-Menü mit glückbringenden „Neunerlei“-Speisen bei.

Rauhnacht-Dinner Krampus

Anschließend trieb ein leibhaftiger „Krampus“ (unser Mitglied Jörg Schwenger) uns alle ins Freie. Dort veranstalteten wir ein Räucherritual am offenen Feuer mit Gustl Bader vom Wolfratshauser „Wunschtraum“. Vorher hatten wir unsere Wünsche und Hoffnungen auf einem besonderen Papierblatt formuliert, das wir dann ins Feuer werfen durften. Ein sehr stimmungsvoller Abschluss in der verschneiten Winternacht… Ob da die Frau Holle, die ja auch Ähnlichkeit mit der Rauhnacht-Dämonin „Frau Percht“ hat, uns da besonders gewogen war? 

Zurück