Starkbierfest mit Derblecken in Wolfratshausen

12. März 2010

Zum ersten Mal in der neuen Loisachhalle startete das zweitägige Starkbierfest in Wolfratshausen. Vor ausverkauftem Saal begann das traditionelle Derblecken der örtlichen und regionalen Prominenz, das Flößerstraßen-Vorsitzende Gabriele Rüth (und Gründungsmitglied der Loisachtaler Bauernbühne) zusammen mit den Darstellern wieder verfasst hatte und die auch Regie führte. Kulturreferent und Bühnenvorstand Wiggerl Gollwitzer, führte humorvoll durch den Abend. Die Stadtkapelle Wolfratshausen umrahmte stimmungsvoll die Veranstaltung.

Bürgermeister Helmut Forster konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Vizelandrat Klaus Koch, Zweite Bürgermeister Gerhard Meinl aus der Nachbarstadt Geretsried (Bürgermeisterin Cornelia Irmer weilte in Urlaub), die Bürgermeister von Eurasburg, Egling und Münsing: Josef Bromberger, Hans Sappl und Michael Grasl, 3. Bürgermeisterin Christine Noisser und zahlreiche Wolfratshauser Stadträte. Auch Dietrich Sailer, Mitinhaber des Hofbräuhauses Traunstein war mit vielen Mitarbeitern gekommen.

 

Das diesjährige Derblecken-Motto „Flößer Hackeln“ setzten die Darsteller, darunter auch die Flößerstraßen-Mitglieder Hermann Paetzmann (Vizevorsitzender) und Jörg Schwenger, mit ihrer bekannt großen Spielfreude um, wobei mit „Hackeln“ nicht unbedingt die Flößerhack, sondern das bayerische Wort für „streiten“ gemeint war.

 

Ort der Handlung war die Alte Floßlände, dorthin kommt ein Filmteam,  das Motive – ganz besonders ein Floß – für einen „Flößer-Action-Film“ mit „reißenden Flüssen, furchtlosen Flößern, rassigen Weibern, brutalen Typen sucht – Spannung und Action pur. Es hat geheißen, hier wärn wir richtig. Schaugt net so aus. Hier is ja nix außer Wasser und Wiese.“ Sie folgern daraus: „Ist wieder typisch. Wieder ein Ort, der sich irgendeinen Titel anhängt. Von eigenen Gnaden. Einfach so, ohne Grund. Das ist hier ähnlich wie in Lenggries: dort Flößerdorf – ohne Floßfahrt, hier Flößerstadt – ohne Floß.“ Eine Fremdenführerin klärt sie auf: „Wir nennen uns Flößerstadt! Das muss reichen. Nur in Weidach gibt’s Flöße, aber das ist ganz, ganz, ganz weit weg. Als sie dann doch ein Floß entdecken, das „der Gatsche, der Holzer Hans, hingestellt hat“, ist die Freude groß.
Anlass über die Streitigkeiten zwischen Wolfratshausen und Geretsried zu lästern, war der Auftritt des bei den Zuschauern zu Recht beliebten Figuren des „Geretsrieder Ehepaars Rosa und Bruno Bunker“, die mit der Fremdenführerin eine Flößerführung machen wollen.

 

Plötzlich erscheint der Flößerheilige Nikolaus, den die Stadt ganzjährig engagiert hat, um ihnen „kräftig die Leviten zu lesen“. Nikolaus’ Thema war die Wiedereröffnung der Loisachhalle.

 

Weil das Filmteam auch einen Flößer-Darsteller sucht, hatte ein Flößerstraßen-Mitglied (Hermann Paetzmann) einige Bewerber bestellt. Auch hier wurde kräftig gelästert.

Jedes Mal begeisterten Szenenapplaus erhielt Evelyn Hörschelmann vom Sound Players Trio, für ihre überaus gelungenen Gesangseinlagen – ganz besonders für ihre brillanten Jodelkünste – die sie zusammen mit Gaby Rüth passend in das Stück eingebunden hatten. Kess präsentierten sich die Tänzerinnen, die teilweise von der Tanzschule Müller kamen.

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