15./16.Juni 2103

Verein Flößerstraße erhält Grüße aus der Vergangenheit

Verein erhält Besuch aus der Vergangenheit

Beim Münchner Stadtgründungsfest erhielt der Stand des Wolfratshauser Vereins Flößerstraße Besuch der Zeit des Rokoko (von etwa 1730 bis 1770/1780). Die „hochadlige“ Gruppe, die eigentlich die „Freunde von Schleißheim e.V.“ mit Vorsitzendem Erwin Mugesser sind, zeigte sich an der Flößerei interessiert - so verschieden früher das Handwerk der Flößerei und Mitglieder eines weit höheren Standes in Wirklichkeit auch gewesen sein mögen.

Wie ihnen unsere Standbetreiber, Vorsitzende Gabriele Rüth, Vize Hermann Paetzmann und Schriftführerin Sabrina Schwenger mit Ehemann Jörg aber erzählten, hatten beide in der Vergangenheit natürlich doch sehr viel miteinander zu tun: Nicht nur, dass via Floß nahezu alle Baustoffe und Waren für die Schlösser und ihre adeligen Bewohner transportiert wurden. Große Bedeutung hatten die Flößer zum Beispiel auch bei Militärtransporten im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748). So auch der Wolfratshauser Floßmeister Jakob Pronnberger: Er tat sich in der Zeit um den Oktober 1742 hervor. Zu der Zeit war es dem Feldherrn Heinrich von Seckendorff gelungen, Bayern für den neuen Kaiser Karl VII./Karl Albrecht von Bayern (*1697; † 1745) zurückzuerobern. Der Wolfratshauser Floßmann Jakob Pronnberger hielt sein für die Österreicher gedachtes Versorgungsfloß kurz vor München an und leitete es geistesgegenwärtig zu den bayerischen Truppen um. Diese Anekdote (Quelle Christian Steeb, die Red.) steht auch in unerem neuen Buch „Entlang der Loisach – von Biberwier bis Wolfratshausen: Auf den Spuren der Flößer“. Gerne probierten die Standgäste auch das köstliche „Flößer-Export“-Bier, das wir in Kooperation mit der Tölzer Brauerei Mühlfeldbrau neu anbieten.

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