Vortrag über Kaiser Ludwig den Bayern

25. Oktober 2014

Ludwig-Vortrag: Rüth und Steeb

Kaiser Ludwig der Bayer und die Flößerei

Kaiser Ludwig der Bayer war eine große und in gewisser Weise auch tragische Figur der mittelalterlichen Geschichte. Ludwig IV. war der erste König und Kaiser des Hauses Wittelsbach und er war der bedeutendste Herrscher, den das Haus Wittelsbach jemals hervorgebracht hat. Auf Einladung unseres Vereins hielt der Wolfratshauser Geschichtsforscher (und Kulturpreisträger) Christian Steeb einen ebenso fundierten wie unterhaltsamen Vortrag im Wirtshaus Flößerei. Im Besonderen stellte er dar, was es zum Thema „Grundruhr“ zu sagen gibt, da sie im Speziellen auch die Flößerei betrifft.

Christian Steeb erzählte, dass es im Mittelalter das Strand- und Grundruhrrecht (den Grund berührendes Strandgut) gab. Demnach verfielen Wagen- oder Schiffsladungen an den Grundherrn, sobald sie beim Passieren seines Hoheitsgebiets dessen Boden oder die Ufer der Gewässer berührten (z.B. bei Achsenbruch oder Strandung, Schiffbruch usw.). Kaiser Ludwig aber hatte sie weitgehend abgeschafft, um verstärkt Geldmittel für seine Politik zu erhalten. Ihre Abschaffung sollte sich auch positiv auf den Warentransport, der ja meist mittels schneller Flöße stattfand, auswirken. Denn nun verblieben die Güter auf jeden Fall sicher beim Eigentümer und kamen somit auch an ihrem Bestimmungsort an! Es war auch sein Bestreben, so den Handel zu stärken. Denn Ludwig kurbelte unermüdlich den Handel im Reich an und schuf als Unterbau das erste allgemein verbindliche Rechtssystem in Bayern und vereinheitlichte das Münzsystem.

Natürlich erzählte Christian Steeb noch wesentlich mehr. An dieser Stelle aber nur seine Ausführungen zur Flößerei.  

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