"Wuids Oberland" - Ludwig Thoma-Lesung 2019

12. Oktober, 19.30 Uhr

„Wuids Oberland" - Ludwig Thoma-Lesung „Die Halsenbuben“ oder Die „Seeschlacht auf der Isar“

Die Mitglieder des Vereins Flößerstraße, Hermann Paetzmann, Jörg und Sabrina Schwenger sowie Peter Plößl (v.li.) sprachen, lasen und zauberten in verteilten Rollen ein Sittengemälde des Bandenwesens an der Isar von damals; rechts Martin Regnat mit seiner „Ziach“.

„Wuid‘s Oberland“ im Einöder Sigrid Heuck-Haus:

Stimmungsvolle Szenische Lesung des Vereins Flößerstraße e.V.

Kein anderes Delikt hat damals in Bayern die Gemüter so erhitzt, so viele Legenden und Helden produziert, so konträre Rechtsauslegung zwischen Obrigkeit und Untertanen erfahren und dabei so viel Schweiß, Blut und Tränen fließen lassen wie die Wilderei. Zu einer Szenischen Lesung über die Wilderei in früheren Zeiten lud der Verein Flößerstraße im Rahmen seines Veranstaltungsreigens zum 10. Bestehen am vergangenen Samstag ins Einöder Sigrid-Heuck-Haus. Das „Tüpferl auf dem i“ war Martin Regnat mit seiner „Ziach“, der die musikalische Umrahmung mit passenden Stücken feinfühlig gestaltete.

Die Vereinsmitglieder Sabrina und Jörg Schwenger, Peter Plößl und Hermann Paetzmann sprachen, lasen und zauberten in verteilten Rollen ein Sittengemälde des Bandenwesens an der Isar von damals. So lasen sie Ludwig Thomas „Die Halsenbuben“ über eine „Seeschlacht auf der Isar“ sowie viele Tatsachenberichte, Zitate und Gedichte ebenso lebendig und anschaulich.

„Die Wilderei im Oberland in jenen Tagen hängt eng mit der Flößerei zusammen“, so Vereinsvorsitzende Gabriele Rüth, die auch das Programm zusammengestellt hatte, „denn wie schrieb schon Arthur Achleitner im Jahr 1895 in einem Aufsatz: „Der Isarwinkler ist der beste Flößer und der verwegendste Wilddieb auf der ganzen Erde.“