18. Juli 2020

Interview zum Thema Flößerei

Für ihr Buchprojekt zum Thema „Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“ besuchten uns in Wolfratshausen die Journalistin Sabine Schwieder und ihr Mann Wolfram, der Lektor in einem Reisebuch-Verlag ist. Sie interviewten uns, darunter natürlich auch Franz und Sepp Seitner, zur Flößerei. Treffpunkt war der Floßplatz in Weidach. Das Ehepaar Schwieder war sehr wissbegierig, aber es gab ja auch ganz viel zur geschichtlichen und aktuellen Flößerei bei uns zu erzählen. Das Buch wird ein reich bebilderter Band mit informierenden und zugleich persönlichen Texten, der im Frühjahr 2021 beim Münchner Kunth Verlag erscheinen wird. Wir freuen uns.

Anschließend führten unsere Vorsitzende Gabriele Rüth und unser Schatzmeister Hermann Paetzmann durch die Altstadt und zeigten den Buchautoren die flößerischen Sehenswürdigkeiten, wie die Alte Floßlände mit dem Flößerdenkmal und den beiden Flößerpfaden - den für Erwachsene und den für Kinder. Der Weg führte weiter zum Johannisplatz mit dem Kapellchen für die Statue des Brückenheiligen St. Nepomuk und gegenüber zum ehemaligen Floßmeister- (Buck-) haus mit den kunstvollen Freskenmalereien der beiden Flößerheiligen St. Nikolaus und St. Nepomuk. Im Humplbräu beeindruckte das Stammtischfloß in der Gaststube und an der Marienbrunnen-Unterseite ein Relief einer Floßfahrt. Mit diesen ebenso interessanten wie reichen Eindrücken, fleißig notiert auf Schreibblock und abgelichtet mit der Kamera, trat das Autorenpaar Schwieder den Heimweg an.

Beispielgebend zur Flößerei, die ja bereits seit 2014 von der deutschen UNESCO-Kommission zum deutschen Immateriellen Kulturerbe zählt, befragten die Schwieders in Uhlstädt an der Saale auch Peter Schröter, der ja viele Jahre lang Vorsitzender des Flößervereins Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf war.

Früher transportierten die Flöße nur Waren…

Keine Floßfahrten auf der Isar in 2020

Wegen Corona-Pandemie abgesagt

Die drei Floßbetriebe der Familien Seitner und Angermeier, die sonst alljährlich im Sommer rund 50 bis 60 Personen die Isar bis München fahren, haben sich entschlossen, wegen der Corona-Pandemie heuer die Vergnügungsfahrten ganz abzusagen. Man könne den Kunden, aber auch den Musikern und Gastronomen einfach keine Planungssicherheit geben, so Monika Heidl-Seitner vom Floßbetrieb ihres Vaters, Franz Seitner.

Wie sich jeder selbst vorstellen kann, sind tatsächlich wegen der Infektionsgefahr die Hygieneschutzregeln (Abstand, Masken usw.) auch trotz der aktuellen Lockerungen auf einem vollbesetzten Floß nicht umsetzbar. Und, so Monika Heidl-Seitner, eine geringere Anzahl an Fahrgästen würde sich wegen der hohen Kosten, die ja immer anfallen, nicht rechnen. Aktuell sind die Floßbetriebe nun damit beschäftigt, die Fahrten auf 2021 umzubuchen.


Video: Flößerfest - Impressionen von oben - Flößerverein Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf e.V.


Buchtipp Loisach


Buchtipp Isar


Video by Agnija Strauta
P d jie plosti ir ce
(Die letzten Flöße sind unterwegs)




"Benutzername ist auch das Passwort"
( Benutzername steht im Buch, S. 2)


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